Endlich ist es soweit: Der dritte Teil unserer Videoreihe „DENKMALE L(I)EBEN “ ist ab sofort auf unserem YouTube-Kanal zu sehen. Dieses Mal waren wir vor Ort in der Spinnerei Venusberg II in der Gemeinde Drebach im Erzgebirgskreis.

Denkmale zu lieben, ist gar nicht schwer, sie zu erhalten oder zu neuem Leben zu erwecken jedoch häufig eine Herausforderung. Dafür bedarf es u.a. Engagement und Herzblut. Unsere Videoserie „DENKMALE L(I)EBEN“ entstand, um einerseits einige Einblicke in unsere Arbeit zu geben und andererseits Denkmaleigentümer:innen und -engagierten Erfahrungswerte weiterzugeben. Hier zeigen wir Impressionen ausgewählter Beratungsobjekte und kommen mit Denkmaleigentümer:innen und -engagierten zu Herausforderungen, Motivationen und Erfahrungswerten mit dem Denkmal ihres Herzens ins Gespräch. 

Wir freuen uns, Ihnen nun den dritten Teil unserer Videoreihe DENKMALE L(I)EBEN: Spinnerei Venusberg II in Drebach präsentieren zu können.


Spinnerei Venusberg II in Drebach

Seit März 2023 begleitet das Denkmalnetz Sachsen das Umnutzungs- und Revitalisierungsvorhaben der Gemeinde Drebach für das 20.000 Quadratmeter große Areal der ehemaligen Baumwollspinnerei Venusberg II der Gebrüder Schüller in der Gemeinde Drebach im Erzgebirgskreis. Ein Großteil der Objekte des Areals steht unter Denkmalschutz.

Lange Zeit war die Venusberg II Spinnerei als Standort der Textilindustrie für die Entwicklung der Region bestimmend. Von 1882 bis in die 1980er Jahre wurde der Komplex systematisch für die Textilproduktion erweitert und noch bis 2022 für die Baumwollverarbeitung genutzt. Nun wurde die Produktion jedoch eingestellt.  

Als neue Eigentümerin möchte die Gemeinde Drebach das Gelände wiederbeleben und setzt sich für den Erhalt der wertvollen Gebäudesubstanz ein. Durch die Koordination und Mitarbeit im Arbeitskreis zur Erhaltung der sächsischen Spinnmühlen beschäftigt sich das Denkmalnetz Sachsen intensiv mit den historischen Zeugnissen des textilverarbeitenden Gewerbes. In Drebach unterstützt das Denkmalnetz Sachsen bei der Umsetzung neuer Ideen für das Areal und initiierte eine studentische Forschungsarbeit mit der HTW (Hochschule für Technik und Wirtschaft) Dresden. So kamen die Akteure durch unsere Arbeit zum Ideen- und Projektspinnen und Vernetzen zusammen an einen Tisch – oder besser in die ehemalige Spinnerei der Gebrüder Schüller.  

Im Zuge ihres themengebundenen Projektstudiums vermaßen in der Folge zwei Studierende der Fakultät Geoinformation als erstes Bauwerk das ehemalige Kulturhaus.  Aufgrund der Komplexität des Areals galt es sich zunächst für ein Einzelobjekt zu entscheiden. Das Kulturhaus zeichnet sich durch seine strenge Gliederung mit Balkon und Relief aus und eignete sich für eine Vermessung mit Hilfe von Laser- und Drohnentechnik. Als Unterstützung dienten die an markanten Stellen des Gebäudes angebrachten schwarz-weißen Karten, die als Referenzpunkte für die Auswertung dienen. Wie das genau aussieht und wie vielfältig sich das Industrieareal im Erzgebirge gestaltet, sehen Sie im Video.  

Wir haben hier sowohl die Vermessungen mittels Laserscan eingefangen, als auch mit dem ehemaligen Werksleiter Herrn Melzer gesprochen. Die entstandenen fotorealistischen 3D-Darstellungen und Daten werden an der HTW Dresden wissenschaftlich ausgewertet und bilden eine qualitative Datengrundlage für die weitere Planung der Sanierung und Wiederbelebung in gemeinsamer Expertise. 

Das Denkmalnetz Sachsen wird den Prozess weiter begleiten. Zudem engagieren wir uns weiterhin im Zuge des Arbeitskreis zur Erhaltung der sächsischen Spinnmühlen. Das nächste Meeting findet am 22. März 2024 in der Spinnerei Venusberg II statt.

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Übrigens: Der Arbeitskreis Spinnmühlen freut sich über weitere Mitstreiter. Sie haben Interesse? Schreiben Sie uns.

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