Ein Beitrag von Nora Ruland und Katharina Rühling

Es weihnachtet schon und was ist wichtiger in der Adventszeit, als sich auf die Dinge zu besinnen, die wirklich zählen: wie zum Beispiel regionale Verbundenheit, gemeinschaftlicher Zusammenhalt, Traditionen pflegen, bewahren und mit in die Zukunft zu nehmen. In diesem Sinne freuen wir uns, Ihnen den zweiten Teil unserer Videoreihe DENKMALE L(I)EBEN – Pödelwitz hat Zukunft! präsentieren zu können.

Denkmale zu lieben, ist gar nicht schwer, sie zu erhalten oder zu neuem Leben zu erwecken, jedoch häufig eine Herausforderung. Dafür bedarf es u.a. Engagement, Herzblut und Durchhaltevermögen. Um einerseits einige Einblicke in unsere Arbeit zu geben und andererseits Denkmaleigentümer:innen und -engagierten Erfahrungswerte weiterzugeben, ist unsere Videoserie „DENKMALE L(I)EBEN“ entstanden. Hier zeigen wir Impressionen ausgewählter Beratungsobjekte und kommen mit Denkmaleigentümer:innen und -engagierten zu Herausforderungen, Motivationen und Erfahrungswerten zum Denkmal ihres Herzens oder im Fall von Pödelwitz zu Denkmalen und weiteren, erhaltenswerten Gebäuden ins Gespräch.

Gemeinsam für eine Zukunft für Pödelwitz


Gardinen gaukeln auf den ersten Blick Bewohntsein vor, doch der Ort Pödelwitz, am Rande des Tagebaugebietes Vereinigtes Schleenhain gelegen, ruht seit 12 Jahren zum größten Teil im Dornröschenschlaf.

Seit den siebziger Jahren war Pödelwitz durch Braunkohletagebau geprägt und steht nach der Abwendung der Abbaggerung im Jahr 2021 bis auf einige wenige bewohnte Gebäude heute verlassen da. Mit Gründung des Vereins Pödelwitz hat Zukunft e.V. wird seit nun mehr als zwei Jahren versucht den fast menschenleeren Ort samt der leerstehenden Gebäude wiederzubeleben und zukunftsfähig zu gestalten. Dabei ist die Nutzbarmachung der Bestandsbauten und der Erhalt der historischen Dorfstruktur wichtigster Ausgangspunkt.

Das Denkmalnetz Sachsen unterstützt den Verein seit Oktober 2022 bei der Realisierung dieser Ziele, die denkmalgeschützten Gebäude zu sichern, zu nutzen und dadurch zu bewahren. Aktuell wird weiter daran gearbeitet den Gebäudebestand zunächst bestmöglich über die nasse Jahreszeit zu bringen. Zudem soll eine flächenhafte vertiefte Analyse des historischen und gegenwärtigen Pödelwitz, in Form einer so genannten Ortsanalyse, auf den Weg gebracht werden. (Auch spannend zum Thema: hier weiterlesen.)

Damit auch die gesamte Dorfstruktur samt der bislang nicht denkmalgeschützten Gebäude von Verfall und Abriss verschont bleibt, kann es im nächsten Schritt auf Basis der Ortsanalyse hilfreich sein den gesamten Dorfkern durch beispielsweise eine Erhaltungs- oder Gestaltungssatzung zu würdigen. Somit könnten langfristig Gestaltungsziele für die Gebäude definiert sowie Sanierungsanreize für Gebäudeeigentümer:innen geschaffen werden, um den Erhalt voranzutreiben. Eine Nutzung in die Gebäude einzubringen hat Priorität.

Seit dem Sommer war das Denkmalnetz Sachsen auch zu Dreharbeiten in Pödelwitz, sprach mit Akteuren und Denkmaleigentümer:innen vor Ort u.a. über Herausforderungen, Visionen sowie Engagement und fing Impressionen des aktuellen Zustands des Ortes, welcher auf 750 Jahre Geschichte zurückblickt, ein. Die Abbaggerung ist abgewendet, nun bedarf es weiterer Schritte auf dem Weg in Pödelwitz' Zukunft.

Für alle, die dem Winter nicht ganz so freudig begegnen: Ein bisschen sommerliches Flair ist im Video auch dabei 😉

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Titelbild Video: DENKMALE L(I)EBEN: Pödelwitz hat Zukunft! Einverstanden, Video anzeigen