Ein Beitrag von Andreas Krause

Am 29. August 2026 führte die Exkursion mit circa acht Personen durch die historische Bergbaulandschaft des Freiberger Ortsteils Zug, die als Teil der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří zum UNESCO-Welterbe gehört. Ausgangspunkt der Rundwanderung war das Stollenhaus in Zug. Von dort führte der Weg entlang der denkmalgeschützten Haldenzüge, die noch heute den Verlauf der Erzgänge in der Landschaft erkennen lassen.

Erste Station war das um 1700 errichtete Huthaus der Daniel Fundgrube. Hauseigentümer und Zimmermeister Arndt Balzer führte durch das Gebäude, wobei insbesondere der Blick in den wieder aufgewältigten Schacht auf großes Interesse stieß. Vorbei an weiteren Huthäusern und Halden ging es anschließend zum Drei-Brüder-Schacht. Bei einer rund 90-minütigen Führung durch Herrn Heinrich vom Förderverein erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Geschichte der Anlage. Die Ausstellung „WassErleben“ veranschaulichte zudem die Revierwasseranstalt – ein seit dem 16. Jahrhundert entwickeltes System aus Teichen und Gräben zur Energieversorgung des Bergbaus. Eine technische Besonderheit des Drei-Brüder-Schachtes ist das 1914 in Betrieb genommene erste Kavernenkraftwerk der Welt.

Weitere Stationen waren die Fundgrube Beschert Glück mit einem der größten und eindrucksvollsten Huthäuser des Freiberger Reviers sowie der Constantinschacht, an dem die letzte Betriebsperiode des Bergbaus und die Anlagen des Kavernenkraftwerks thematisiert wurden. Die Rundwanderung führte außerdem zum Hüttenteich in Berthelsdorf, einem der ältesten Kunstteiche des Freiberger Reviers, sowie zur Fundgrube Junge Hohe Birke, zum Krönerschacht, zu den Wäschsandhalden und zum Hohbirker Kunstgraben.

Die Exkursion machte damit die vielfältigen, bis heute in der Landschaft erhaltenen Zeugnisse des jahrhundertelangen Bergbaus rund um Zug unmittelbar erlebbar.


Fotos: DNS, Andreas Krause