Der Alte Leipziger Bahnhof in Dresden soll Gedenkort und zur Stätte eines jüdisches Bildungs-, Vermittlungs- und kulturellen Begegnungszentrum werden.

Vom 21. Januar 1942 bis ins Jahr 1944 war er Ausgangspunkt und Zwischenstation von Deportationen der jüdischen Bevölkerung und weiterer Opfergruppen in die Ghettos und Vernichtungslager der Nationalsozialisten.

„Vor dem Hintergrund der historischen Rolle der Stadt Dresden, des Alten Leipziger Bahnhofs und der Deutschen Reichsbahn während der NS-Diktatur und dem erlittenen Leid der jüdischen Deportationsopfer ist es das erklärte Ziel der Landeshauptstadt Dresden, […] der historischen Verantwortung in Gegenwart und Zukunft gerecht zu werden. Den Bahnhof nicht nur als Gedenkort sichtbar zu machen, sondern zur Vermittlung Jüdischen Lebens in der Gegenwart ein Begegnungszentrum zu schaffen, ist deshalb ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Areals“.
Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch, Vorsitzende der Steuerungsgruppe

Dafür hat die Landeshauptstadt Dresden die Ausschreibung für die Einreichung eines Nutzungs- und Betreibungskonzepts gestartet. Das Konzept soll auch einen Vorschlag enthalten, welche Initiative oder Institution aufgrund entsprechender Erfahrungen und Kompetenzen das Jüdische Bildungs-, Vermittlungs- und kulturelle Begegnungszentrum betreiben kann. Die Entscheidung über die Auftragsvergabe trifft die durch den Dresdner Stadtrat eingesetzte „Steuerungsgruppe Alter Leipziger Bahnhof“.

Bis zum 8. April 2024 können sich interessierte Verbände, Initiativen, Institutionen und Arbeitsgemeinschaften mit ihrem Konzept im Amt für Kultur und Denkmalschutz per E-Mail
unter kultur-denkmalschutz@dresden.de bewerben.

Alle Informationen zur Ausschreibung und den Ausschreibungsunterlagen finden Sie hier.