Schafwollspinnerei in Wolkenburg

place
Herrnsdorferstraße 8, 09212 Limbach-Oberfrohna OT Wolkenburg

Ursprung

Entstehungszeit: Industrie

Herausforderungen

Erhaltung

Sicherung

Zustand

Ursprüngliche Nutzung

Industrie & Gewerbe - Fabrik

Informationen

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Gebäudezustand

Standsicherheit nicht gegeben

Kategorie

Akut bedrohtes Denkmal

Objekt-Nr.

510

Ort

Herrnsdorferstraße 8, 09212 Limbach-Oberfrohna OT Wolkenburg

Beschreibung

Der dreigeschossige Industriebau wird charakterisiert durch ein Mansarddach mit ausgebautem Dachgeschoss, einem dreiachsigem Mittelrisalt, Okulus im Giebel und einer gelben Putzfassade. Zwischen dem Herrenhaus und Fabrikgebäude befindet sich ein zweigeschossiger Anbau mit flachem Pultdach. Der Baukörper wird durch experimentelle Formen charakterisiert, die auf die zeitige Entstehung der Fabrik hinweisen. Die ehemalige Schafwollspinnerei in Wolkenburg ist dem "Herrenhaustyp" zuzuordnen, der sich später nicht für die organisierte industrielle Fertigung in der Textilindustrie durchsetzte.

Baujahr

1796

Nutzung

Ursprüngliche Nutzung

Die Errichtung der ehemaligen Schafwollspinnerei fand unter Detlev Carl Graf August von Einsiedel (1737-1810) im Jahr 1799 statt und war somit eine der ersten Spinnereien in Sachsen. Eigens für die Produktion in der "Schafwoll-Maschinenspinnerei" wurden Merinoschafe vor Ort gezüchtet. Als Architekt agierte Johann August Giesel. Später wurde die Fabrik von einer Garnspinnerei für Schafwolle zu einer Baumwollweberei (Mule Twist) umgewandelt. Dieser Prozess ist auf Evan Evan (1765-1844), einen der wichtigsten Begründer der industriellen Baumwollspinnerei in Sachsen, im Jahr 1808 zurückzuführen. In der Fabrik wurden sowohl Schafwolle, als auch Flachs und Baumwolle verarbeitet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Produktion des Unternehmens unter der "VEB Malitex Wolkenburg" fortgeführt, bis der Standort schließlich im Jahr 1990 stillgelegt wurde.

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